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Pathophysiologie

Über die krankhaften Vorgänge im Gehirn gibt es bis heute praktisch nur Hypothesen.

Forschungen gehen davon aus, dass die Reizverarbeitung im Gehirn bei ADS gestört ist. Durch Anomalien im Hirnstoffwechsel werden Botenstoffe im Gehirn (sog. Neurotransmitter) nicht genügend produziert oder rasch wieder absorbiert, um eine geordnete Informationsverarbeitung zu gewährleisten. Dadurch können die Verbindungen von Stamm- und Zwischenhirn zum Grosshirn und die Regulation der Aufmerksamkeit im Stammhirn beeinträchtigt sein.

Das führt dazu, dass nicht alle Informationen aufgenommen werden können und dass sämtliche Wahrnehmungen zu einer Reizüberflutung führen, da mehr Reize aufgenommen werden als verarbeitet werden können. Diese unverarbeiteten Reize führen dann zu Überaktivität, Zappeligkeit oder führen zum Abschalten. Es fehlt die Fähigkeit wichtige von unwichtigen Reizen zu unterscheiden. Es besteht auch eine verlangsamte Umstellungsfähigkeit, alles muss wie gewohnt ablaufen, sonst ist das Kind überfordert.