Frau A. erzählt bei der Erstanamnese, dass sie oft unter Stimmungsschwankungen und Energielosigkeit leide. Sie sei auch vermehrt reizbar, was auch sehr zyklusabhängig sei. Sie stehe irgendwie «neben den Schuhen».
Seit der Geburt ihrer Tochter vor 2 Jahren habe sie sich nie richtig erholt. Es sei eine schwierige Schwangerschaft gewesen und die Erlebnisse der Geburt, die schlussendlich zu einem Kaiserschnitt führte, habe sie nie richtig verarbeiten können.
Sie habe das Gefühl ihrer Mutterrolle nicht gerecht zu werden und zweifele, ob sie alles richtig mache. Sie mache sich Sorgen, ob es dem Kind gut gehe und schaue oft nach, ob es noch atme.
Seit der Geburt habe sie lange Mensblutungen, das Gedächtnis sei schlecht und wenn sie am Tag einen Erholungsschlaf mache, sei sie dann regelrecht durcheinander.
Sie habe Heisshunger, besonders auf salzige Sachen, sei oft verstopft und fühle sich gebläht.
Frau A. kommt bei leichter körperlicher Arbeit schnell ins Schwitzen, v.a. im Gesicht, am Hinterkopf und am Rücken. Sie leidet zudem an niedrigem Blutdruck und hatte vor dem ersten Kind eine Fehlgeburt.
Mittelgabe Nach 6 Wochen berichtet Frau A. gehe es ihr schon etwas besser, mit der Erschöpfung gehe es noch etwas auf und ab, aber am Morgen fühle sie sich jeweils viel besser. Die Mensblutung sei weniger lang und sie könne sich wieder besser konzentrieren.
Jedoch mit der Verdauung habe sie noch Probleme, worauf wir die Ernährung besprechen. Frau A. meidet nun Milch- und Weizenprodukte.
Mittelgabe Nach weiteren 4 Wochen berichtet Frau A. dass es mit der Verdauung viel besser gehe, sie sich nicht mehr so gebläht fühlt und nicht mehr verstopft ist.
Die Stimmung sei viel besser, sie sei nicht mehr gereizt und fühle sich viel vitaler und ausgeglichener. Sie erzählt mir auch freudig, dass sie in der 8. Schwangerschaftswoche ist. Es gehe ihr sehr gut und sie leide nur wenig unter Übelkeit.
Frau A. fühlt sich die ganze Schwangerschaft hindurch sehr gut. Sie ist viel entspannter als in der 1. Schwangerschaft. Sie nimmt nicht mehr so viel zu wie beim 1. Kind, ihre Haut fühlt sich viel besser an und sie hat keine Wasseransammlungen. Sie fühlt sich rundum wohl und freut sich auf die Geburt, welche dann auch problemlos verläuft. Sie ist sehr glücklich und auch dem Kind gehe es sehr gut.