S. 8 Jahre alt, nässt seit gut 2 Jahren wieder ein.
Sie ist ein sehr ernsthaftes Mädchen, alle Erlebnisse gehen ihr sehr tief und alles Neue macht ihr Angst. Sie hängt sehr an ihrer Mutter und wenn sie mal auswärts ist, hat sie starkes Heimweh. S. spricht nicht spontan über ihre Erlebnisse und frisst vieles in sich hinein; sie weint auch ab und zu im Stillen in ihrem Zimmer. Sie fühlt sich schnell ungerecht behandelt, ist dann sehr beleidigt und studiert darüber lange nach.
Sie ist sehr verantwortungsbewusst und kann sich gut selber beschäftigen. Sie liest gerne für sich im Zimmer, am liebsten Tiergeschichten. S. ist ein Mädchen, das sich nicht gut wehren kann. Mittelgabe Bericht der Mutter nach 8 Wochen:
Das Mittel hat stark gewirkt. S. ist viel offener geworden, fast schon ins andere Extrem und streitet viel mit ihrem Bruder. Sie braucht für sich viel Zeit und spielt am liebsten alleine im Zimmer und hat gar nicht mehr Lust sich mit anderen Kindern zu treffen. Sie braucht noch eine grosse Zuverlässigkeit und möchte immer wissen, wo sich die Mutter gerade befindet. In letzter Zeit weint sie viel, kann aber besser über Erlebtes sprechen und erzählt auch spontaner was in der Schule alles vorgefallen ist. Nur trocken ist S. noch nicht.
Mittelgabe 5 Wochen später Bericht der Mutter:
S. geht es gut, sie ist nur noch ganz selten nachts nass. Sie wehrt sich in der Schule und hat neuerdings ab und zu Streit mit Schulkolleginnen. Die Mutter beschreibt ihre Tochter als viel offener, spontaner und fröhlicher. Sie sei auch nicht mehr so nachtragend und nehme vieles gelassener.
3 Wochen später berichtet die Mutter, dass S. nie mehr nachts nass war und es gehe ihr sehr gut.